Das große Kipp-Roll-Fall-Debakel
Angekündigt hatte ProSieben das Live-Event als “Das grosse Kipp-Roll-Fall-Spektakel” und dabei rausgekommen ist eigentlich nur eine riesige “Mega-Super-Pannen-Show”, denn die eigentlichen Stars waren wohl die ProSieben-Mitarbeiter, die ständig die Kette wieder manuell in Gang setzen mussten.
In den Werbe-Teasern wochenlang gross angekündigt und beworben erschien das ganze in einem mittelmässigen Chaos, als wäre erst beim Frühstück beschlossen worden “Heute abend machen wir mal ne fette Live-Show”. Und so kam es auch, das so gut wie keine Kette funktioniert hat, immer wieder manuell neu gestartet werden musste. Ein Negativ-Highlight dieser Ketten waren wohl die 5.000 leeren Bierflaschen, die ca. 15x neu angestossen wurden (am Ende eher genervt “angekickt”), weil nach manchmal nur zehn Flaschen die Kette schon wieder stand.

© ProSieben
Ein weiteres peinliches Highlight war die “Entkleidung” von Giulia Siegel durch das Team “Rocker”. Ein kleines ferngesteuertes Auto fuhr um die auf einem Podest stehende Giulia herum und hat dabei das Kleid abgefädelt. Nach 10 min war grad mal 10% des Kleides verschwunden bis dann das kleine Auto seinen Geist aufgab. Ab dann wurds irgendwie blöd, weil dann jemand der Rocker das abfädeln übernommen hatte und Sonja Krauss dazwischen versucht hat, Konversation mit Giulia zu führen. Nach 18 min hat Sonja dann die restlichen Teile des Kleides selbst von Giulia gezerrt, weils einfach *gähn* war. 20 Sekunden später stand dann die Kette wieder ….
Da nutzte auch das permanente “In den Proben hat das alles wunderbar funktioniert” nichts mehr. Die Quoten waren trotzdem gut und lagen bei rund 18% in der Zielgruppe der 14- 49-jährigen. Warscheinlich haben alle (so wie ich) auf das umkippen von dem Schiff gewartet, was in den Teasern zu sehen war … kam aber nicht …
Gewonnen hat das Spekatakel übrigens der die Feuerwehr des Flughafen Köln/Bonn, deren Kettenreaktion ohne Fehler durchlief, insgesamt zwar nur rund 12 Minuten, aber da gabs wenigstens ein echtes Flugzeug zu sehen (wenn das auch nicht umgekippt wurde
).
Nachdem die Show dann eh schon 64 min überzogen hatte, fiel das Ende kurz und knapp aus: “Wir haben den Weltrekord nicht geknackt, Tschüss bis zum nächsten Jahr…” Wenns sein muss …










Eingetragen/gepingt am 09.06.2009 um 01:28 Uhr
[...] auf ein Podest und lies sich 10 Minuten lang ganz spektakulär von einem ferngesteuerten Auto das Kleid vom Körper abfädeln – als ob irgendjemand sehen wollte was darunter ist. Und so trennte das fleißige Wägelchen das [...]
Eingetragen/gepingt am 09.06.2009 um 01:51 Uhr
Ja so bringt man auch Spielzeugautos zum Suizid.
Eingetragen/gepingt am 09.06.2009 um 16:07 Uhr
Als ich den ersten Trailer zu der Show gesehen habe, fiel mir nur eins ein: Pro 7 hat aber lange gebraucht um sich eine eigene Art Domino Day zu schaffen. Angeguckt habe ich es mir am Samstag nicht, da ich unterwegs war. Erst Sonntag habe ich ein paar Ausschnitte sehen können, als ich während der Werbung da hingezapped bin.
So wie es so aussieht habe ich nichts verpasst. spätestens bei dem 18 minütigem Ausziehen wäre meine Geduld ganz zu Ende gewesen. So eine Kettenreaktion macht nur Spaß, wenn sie auch reibungslos funktioniert.
“Tschüss bis zum nächsten Jahr…”, empfinde ich bei der mißratenen Vorstellung eher als Drohung.
Eingetragen/gepingt am 09.06.2009 um 17:37 Uhr
Pro Sieben sollte aus dem Debakel lernen. Die haben so viel Geld fuer diese Show ausgegeben warum nicht richtige Leute anheuern die sich mit Buhnenbau und Spezial Effekten auskennen?
Eingetragen/gepingt am 26.08.2009 um 15:32 Uhr
Mich hat es allerdings auch sehr verwundert, dass den Organisatoren so dermaßen viele Pannen unterliefen und das ganze wirklich nur in den seltensten Fällen nach Plan ablief. Das sollte doch wirklich besser zu lösen sein. Der große Gewinner der Show ist für mich ganz eindeutig der Flughafebn Köln-Bonn und das nicht nur, weil sie zum Sieger gekürt wurden. Die haben doch als einzige positive PR aus dem Spektakel absahnen können.