Rach der Restauranttester, Folge 3 am 02.02.2009: Zum Alten Kloster in Gelsenkirchen
Endlich eine neue Folge!! Wir befinden uns in Gelsenkirchen. Genauer gesagt: Im traditionellen Restaurant “Zum Alten Kloster“. Vor etwa einem Jahr hat Rainer Plinge als welterfahrener Gastronom (hat bereits Gaststätten in Kanada (Montreal) und Frankreich (Paris) geführt, das Gasthaus im Ruhrgebiet. Was sich primär als geniale Idee anhörte, entpuppte sich jedoch anders als erwartet…
Dort wo Jung und Alt, Frauen und Männer, Singles und Paare feiern, gut essen und trinken, feiern und Spaß haben, ist das ”Alte Kloster” mit von der Partie.
Sie kommen gern auf einen Kaffee vorbei? Nun, dann genießen Sie unseren herlichen “Allegretto” und unseren Apfelstrudel sowie unsere frischen Backwaren und unsere leckeren Eissorten.
Sie wollen einfach nur mal kurz was trinken bevor Sie nach Hause gehen, wo Sie Ihr Frauchen erwartet? – Wir finden für Sie einen Platz an der Bar oder an einem der beliebten Hochtische.
So beschreibt sich das Gasthaus selbst. Klingt eigentlich recht verlockend. Doch wer jetzt ein modern eingerichtetes Restaurant oder Bistro erwartet, der hat sich getäuscht. Lieblos wirkt der Gastraum. Geputzt könnte auch mal wieder werden und ein Konzept kann man bei den Dekorationsideen definitv nicht feststellen. Fernseher wurden als “Gästemagnet” an die Wand gebohrt, was Gift für das Gesamtbild sowie die Atmosphäre im Restaurant ist.
Wenn es jedoch nur dieses wäre… Die Speisen kommen aus dem Tiefkühler in die Friteuse, frische Zutaten sind Mangelware. Alles erinnert schon wieder an die Pommesbude von nebenan. Rainer Plinge versteht die Welt nicht. Solche groben Dinge sind ihm noch nie aufgefallen. Auch scheint er nicht der größte Freund der Kommunikation zu sein, dass sogar das Personal anmerkt, dass sie nicht genügend Zeit zum putzen haben. Doch so scheint es wohl zu sein. Der Chef kümmert sich um fast nichts und lässt sein Personal machen. Das ist natürlich einfach – vor allem wenn man einen Sündenbock sucht.
Viele kleine Probleme stellen sich vor Christian Rach. Und es ist viel zu tun: Alle zusammen packen an um das in die Jahre gekommene “Kloster” moderner und zeitgemäß zu gestalten. Und auch Für die Gaumenfreude wird gesorgt. Neben der Vorstellung einen “Richtigen” Koch einzustellen wird die Speisekarte wieder Christian Rach mäßig verschönert. Wie? Hier gibts einen Vorgeschmack:
Fisch ist das Hauptaugenmerk auf der Speisekarte. Neben Backfisch , Rotbarsch, Kabeljaurückenfilet, Schollenfilets, Zander oder Gambas gibt es auch Speisen für den kleinen “normalen” Hunger:
Hähnchenstreifen, Zigeunerschnitzel und Salate. Die neue Speisekarte liest sich prächtig. Wenn die Qualität des Fisches ebenfalls so gut ist, wie sich die Gerichte lesen würde ich dem Restaurant “Zum Alten Kloster” mit Sicherheit eine Chance geben! Sauber und Ordentlich ist es auf jeden Fall schon wieder – Christian Rach sei dank!
Wer es nicht abwarten kann, fahrt doch einfach mal vorbei und sagt mir wie euch das Essen geschmeckt hat!!
“Zum Alten Kloster”, Klosterstraße 1, 45879 Gelsenkirchen
Die Wiederholung der Folge 3 von Rach, der Restauranttester kommt am Sonntag, 08.02.2009 um 15:45 auf RTL











Eingetragen/gepingt am 26.01.2009 um 21:23 Uhr
Dann hoffen wir doch mal, dass die Folge auch wirklich ausgestrahlt wird.
Eingetragen/gepingt am 26.01.2009 um 22:36 Uhr
Na, bislang lag ich immer richtig mit meiner Vorschau
Ich hab ein gutes Gefühl! Ich freu mich auch schon auf eine neue Folge!
Schönen Abend noch!
Eingetragen/gepingt am 27.01.2009 um 07:18 Uhr
Kann mir mal einer sagen wann das gedreht wurde? War vor 3 Monaten da und meine mich zu erinnern das es nicht sooo lecker geschmeckt hat.
Eingetragen/gepingt am 28.01.2009 um 12:49 Uhr
Die Folge sollte gegen mitte 2008 gedreht worden sein.
Eingetragen/gepingt am 03.02.2009 um 12:45 Uhr
[...] gestrige Folge lief in Gelsenkirchen und Rach hatte wieder einiges zu tun, im besonderen den Chef mal auf eine Linie zu bringen, der [...]
Eingetragen/gepingt am 04.02.2009 um 05:20 Uhr
Als ich ie Folge sah, verging mir der Appetit auf Fisch….und ich liebe Fisch!
Und als ich gestern vor dem Restaurant stand…also neee…muß ich nicht haben.
Zum Glück bietet Gelsenkirchen mehr als nur diesen Laden!
Eingetragen/gepingt am 04.02.2009 um 14:56 Uhr
Christian Rach, der angebliche Restauranttester!
Am 2. Februar d. J. erschien wieder eine Folge des Restauranttesters Christian Rach. Wer allerdings eine Show gesehen hat, hat sie im Grunde genommen alle gesehen. Es wird immer dieselbe Masche gestrickt, indem erst einmal alles kritisiert uns schlecht gemacht wird und dann wird gereinigt. Anschließend solle es dann besser laufen. Christian Rach kanzelt erst einmal das Restaurant runter, um dann als großer Retter im hellen Licht zu erscheinen. Hierbei ist hinzuzufügen, daß das „Alte Kloster“ in seinem Charakter nicht zum Konzept von Christian Rach paßt. Es hätte eigentlich, wie er selbst zugeben mußte, gar nicht erst gefilmt werden sollen.
Um die Wirtschaftlichkeit seines Restaurants in Gelsenkirchen zu erhöhen hatte Rainer E. Plinge den Sternekoch Christian Rach eingeladen. Er erwartete von ihm in erster Linie eine Beratung im Hinblick auf die Speisekarte und eine möglich Verbesserung des kulinarischen Angebotes – dies im Hinblick darauf, einen breiteren Kundenkreis anzusprechen.
Leider passierte nichts dergleichen. Es trafen sich der angeblich welterfahrene Gastronom Rainer E. Plinge mit dem kleinkarierten lokalerfahrenen Gastronom Christian Rach. Von Anfang an schätzen sich die beiden Männer nicht.
Rainer E. Plinge soll angeblich die Welt nicht verstehen. Es ist eher Christian Rach, der Rainer E. Plinge nicht versteht.
Christian Rach kam plötzlich unangemeldet an einem späten Montag Nachmittag in das „Alte Kloster“ in Gelsenkichen und kritisierte wie üblich alle Speisen. Statt Kostproben anzufordern mußten ganze Essen angerichtet werden, die dann fast gänzlich in der „Schweinetonne“ landeten.
Nachfolgend wurde die Sauberkeit im Restaurant kritisiert. Nichts ist einfacher als das, vor allem gegen Dienstschluß. Im Film fiel auf, daß ein Teil retuschiert wurde, um die Küche schmutziger erscheinen zu lassen als sie ist. Es ist unfair, um es gelinde auszudrücken.
Es wurde auch von Christian Rach eine Marktanalyse angestellt, indem er sich das Umfeld näher ansah. Er kam zurück und meldete: „Die Straße brummt!“ Rainer E. Plinge zieht eher Frequenzzähungen vor. Er weiß, daß täglich 13 000 Menschen die Hauptverkehrsstraße passieren.
Nun sollten die großen Verbesserungen starten. Das Restaurant wurde unter Anleitung von Christian Rach geputzt und irgendwie dekoriert „n´importe quoi“. Dies brachte einen Verdienstausfall von 2 Tagen. Ursprünglich vereinbart war nur 1 Tag. Auch im Nachhinein konnte der Verlust nicht aufgeholt werden. Die Intervention Rachs brachte den schlechtesten Umsatz im November 2008 seit Übernahme.
Christian Rach glaubte festzustellen, daß Rainer E. Plinge nie genug Zeit zum Putzen ließ. Was er nicht erfuhr war, daß Rainer E. Plinge die Ausführung der Arbeiten um die zahlreichen Ziegarettenpausen und den Bierkonsum verkürzt hatte. Erstmalig wird vom Personal Leistung abverlangt, die darin besteht, daß eine Arbeit innerhalb einer bestimmten Zeit zu erfüllen ist.
Christian Rach glaubte ferner, daß die Bedienung zu hart arbeiten müsse. Angeblich qualmten schon die Socken wie er bemerkte. Es wurde auf seine Empfehlung zusätzliches Personal für die Bedienung eingesetzt. Unter Leistung versteht Christian Rach eher Sozialleistung. Das Bedienen ist nun wieder sehr bequem geworden. Es gibt wieder viel Zeit für Ziegarettenpausen – Dank Christian Rach.
Alsdann kam die Verbesserung des kulinarischen Angebots. Die Senfsoße wurde verbessert. Christian Rach produzierte einen Seelachs auf Rattatouille mit 4 kleinen Bambergern. Darüber hinaus wurde eine Art Gurkensalat mit Kartoffeln initiiert.
Die neue Senfsoße war der Hammer! Christian Rach hätte auch versuchen können die Architektur des Kölner Doms zu verbessern. Die Resonanz der Kunden war unverzüglich: „Noch einmal diese Soße und Sie haben uns das letzte Mal gesehen.“
Der Seelachs auf Rattatouille ging wenige Tage und wurde dann nicht mehr nachgefragt. Den Gurkensalat mit Kartoffeln konnte Rainer E. Plinge allein essen. Und damit erschöpfte sich die Verbesserung des Sternekochs.
Die gastronomische Verbesserung durch Christian Rach erwies sich als totaler Flop. Das war jedoch das eigentliche Ansinnen von Rainer E. Plinge. Nichts davon wurde nachgehalten. Alles wickelte sich nach dem Konzept von Christian Rach ab, wie Sie es in der Fernsehfolge sehen weren. Wichtig ist ihm nur die Show. Es wurde gänzlich an der Zielsetzung vorbeigesegelt. Offensichtlich leidet Christian Rach unter einem Kommunikationsproblem, zumal er von sich sehr überzeugt ist. Er hätte sich jedoch besser mit Rainer E. Plinge abstimmen sollen.
Während Christian Rach das Restaurant im alten Stil zu verbessern suchte ist Rainer E. Plinge darauf aus, eine Systemgastronomie im Full-Service-Bereich zu entwickeln. Das „Alte Kloster“ ist weder ein Bistro noch ein Gasthaus. Christian Rach hat das leider nicht verstanden.
Es gilt das gastronomische Angebot im Sinne der Systemgastronomie auf ein breiteres Publikum zuzuschneiden. Rainer E. Plinge wird dies ohne Christian Rach bewerkstelligen. Letzerer hat genug Schaden angerichtet.
Die Zielsetzung für 2009 ist, daß das „Alte Kloster“ sowohl Jung wie Alt, Arm wie Reich ansprechen soll. Mittags sitzt der Handwerker im Blaumann neben dem Schlipsträger, der das „Alte Kloster“ schon aus der Jugendzeit kennt.
Eltern sollen es genießen, mit ihren Kindern in ein Restaurant zu gehen, in dem sie nett und
freundlich behandelt werden und keinen entsetzten Blicken begegnen, wenn die Kleinen einmal kurzfristig über die Stränge schlagen sollten.
Senioren schätzen das ebenso abwechslungsreiche wie günstige Mittagstisch-Angebot.
Die Dekoration des „Alten Klosters“ soll so konzipiert werden, daß sie im Gegensatz zu Fastfood-Ketten nicht kalt und steril wirkt, andererseits aber auch keine Hemmschwellen aufbaut, die so manchen Zeitgenossen von dem Betreten eines Restaurants abhalten könnte.
Rainer E. Plinge
http://www.klosterchipie.de
Eingetragen/gepingt am 05.02.2009 um 13:08 Uhr
Herr Plinge hat Glück gehabt. Hätte ich diesen Betrieb während meiner Dienstzeit beim Ordnungamt kontrolliert, dätt ich diesen “Schweinestall” wahrscheinlich geschlossen.
Wenn man Fleiß und Interesse hat kann man das auch an einem Restaurant oder an einer Gaststätte erkennen. Hier jedoch scheint beides zu fehlen.
Eingetragen/gepingt am 06.02.2009 um 20:11 Uhr
Hallo Herr Plinge,
vielen Dank für die Darstellung ihrer Sichtweise der Dinge! Das sie Show “Rach” Quoten braucht sollte uns doch allen klar sein. Das die Restaurants schlechter dargestellt werden, als es tatsächlich ist, um mit Christian Rach den “Messias” darzustellen ist ebenfalls völlig logisch und normal. Schliesslich schalten die meisten Leute nur deshalt ein. Ich glaube Ihnen gerne, das sie über den Schnitt oder Bearbeitung des Filmmaterials enttäuscht sind, jedoch sehen sie auch die positive Seite des kostenlosen Marketings. Ihre Gastronomie war in über 6 Millionen Haushalten zu sehen. Insgesamt werden es mindestens 10 Millionen Menschen gewesen sein, die nun wissen, das in Gelsenkirchen ein Fisch Restaurant ist, an dessen Essen selbst “Herr Rach” nichts auszusetzen hat!!
Wenn man dieses nicht als effektive Werbung versteht, versteh ich die Welt nichtmehr!
Es grüßt schriftlich und vielleicht bald auch mal persönlich, der Praktikant.
Eingetragen/gepingt am 31.03.2009 um 23:23 Uhr
[...] http://blog.serienwiki.de/ und hier: http://www.kochmix.de [...]
Eingetragen/gepingt am 07.12.2009 um 17:30 Uhr
Das Restaurant “Zum alten Kloster” hat einen neuen Besitzer.
Das Restaurant ist renoviert und wirkt sehr viel heller und freundlicher. Neben Fischspezialitäten werden auch Suppen, vegetarische Speisen, laktosefreie Gerichte, holländische Snacks angeboten. Es kann vorbestellt werden. Öffnungszeiten: Montag- Samstag 10-19 Uhr. Telefonnummer: 0209 97297167.
Ihr seht ich habe gut recherchiert:-) Ich war zweimal essen und sehr beeindruckt. Ich finde es ist eine angenehme Mischung aus Soul Food (holländische Pommes etc) und gehobeneren Gerichten (Rotbarschfilet mit Salzkartoffeln). Auch das Puplikum ist sehr gemischt. Was ich vorallem interssant fand, ist die Tatsache, dass es eine “Dressingbar” gibt, vor allem da ich eine Laktose Intoleranz habe, konnte ich mir so ein Dressing aussuchen. Außerdem konnt ich mich selbst davon überzeugen, dass wirklich keine Laktose im Dressing enthalten war, da ich auf Nachfrage, einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen konnte.
Also das lässt hoffen, und bringt meiner Meinung nach, Gelsenkichen bezüglich der Gastronomie einen Schritt nach vorn!