Rach der Restauranttester am 26.01.2009: Das Conmux in Berlin Friedrichshain
Es scheint wohl noch nicht rund zu laufen bei RTL. Auch in der nächsten Woche werden wir leider nur eine Wiederholung von “Rach der Restauranttester” aus der ersten Staffel von 2007 sehen. Christian Rach stattete damals dem “Conmux” in Berlin einen Besuch ab!
Schmutz! Dreckige Küche, ungepflegter Gastraum, ein Restaurant bzw. Cafe zum davonlaufen! So empfang das Cafe Conmux in Berlin den Restauranttester. Im Laden scheint er mehr Angestellte als Gäste zu geben, und der Chef ist vorbildlich im Nichtstun! Er denkt nach – wie kann er das Cafe Conmux retten. Beim Personal spürt man wenigstens etwas Tatendrang, denn so wie es jetzt läuft ist das Conmux bald Pleite und es geht komplett Ornungslos ins Chaos über. Hier hat Christian Rach eine richtig schwere Aufgabe.
Punkt 1: Ordnung schaffen! Eine Grundsanierung ist angesagt. Raus mit dem Müll, das Chaos im Gastraum, Küche und Lager muss beseitigt werden und die Gaststätte braucht auch einen Tapetenwechsel.
Punkt 2: Chef Kai muss aktiver werden: Grübeln ist ja eine tolle Sache, wenn man produktiv an Probleme herantritt bzw. abhilfe schafft. Nicht aber Grübler Kai…
Punkt 3: Die Karte!!! Abgesehen davon, das man als zahlender Gast vor Speisen aus der unrenovierten Küche nicht essen möchte, ist sie unkreativ, langweilig und abgedroschen.
Punkt 4: SAUBER MACHEN!!! Es ist schmutzig im Cafe Conmux – Als wäre das gesamte Cafe noch nie gereinigt worden, und das sticht dem Restaurantexperten natürlich grob ins Auge…
All diese Punkte muss Christian Rach in nur einer Woche bewältigen – was prinzipiell nicht das Problem ist, wenn es nicht am lieben Geld mangeln würde… Mit wirtschaftlichem Geschick und professionellem Freingefühl schafft es der Restauranttester aus Hamburg jedoch auch hier, dem Conmus den Weg wieder zu glätten und die richtige Richtung zu zeigen…
Das ‘Conmux’, in Berlin Friedrichshain, mitten auf dem Kneipenkiez des Viertels gelegen, war eines der ersten Szeneläden nach der Wende. Besitzer Kai Schulze hat den Betrieb in der Hoffnung, dass der Laden so gut weiterläuft wie eh und je, vor anderthalb Jahren samt Personal übernommen. Seitdem versinkt der Laden aber nur noch im Dreck! Chef Kai ist völlig planlos und überfordert. Das ‘Conmux’ verfällt zusehends. Die Kneipe ist völlig verdreckt
Leider handelt es sich wie oben angemerkt um eine Wiederholung. Aber: soviel ist verraten, die Folge aus dem Cafe Conmux ist sehenswert! Teilweise wahnsinn wie viel in kurzer Zeit nur durch die richtige Motivation passieren kann. Schaut es euch an, wenn es am Monat heisst: Rach der Restauranttester im Cafe Conmux in Berlin.
Cafe Conmux, Simon-Dach-Str. 35, 10245 Berlin
Die Wiederholung von Rach der Restauranttester läuft am Sonntag, 01.02.2009 um 14:55 auf RTL











Eingetragen/gepingt am 26.01.2009 um 21:32 Uhr
Ich habe die Sendung gesehen und kann nicht verstehen warum das Ding noch nicht geschlossen wurde.
Von den Mitarbeitern ist wohl nicht viel zu erwarten.
Sie sind faul und lustlos.
Eingetragen/gepingt am 27.01.2009 um 11:02 Uhr
[...] Wochen gezeigten Folgen Wiederholungen waren. Nun folgte aber die wohl in Erinnerung gebliebene Folge mit dem “Conmux” in Berlin aus der ersten Staffel, die gleich als Wiederholung enttarnt wurde. Nanu? Wie konnte das sein? Es [...]
Eingetragen/gepingt am 27.01.2009 um 12:15 Uhr
Hallo
die Typen in Berlin haben gar nicht kapiert, wen sie da vor sich haben, ich würde doch den ganzen Tag mit Rach kochen und brutzeln und seine Tipps als Aufgabenplan aufschreiben, adaptieren und umsetzen. Der sog. Chef, der mit der Mütze, ging ja wohl überhaupt nicht, so eine lahme und faule Socke, der sollte sich zunächst mal selbst rausschmeissen und dann den Rest, z.B. die völlig überforderte “Köchin” und deren Handlanger und die ganzen qualmenden Chaoten gleich dazu, ich würde dort vielleicht ein Zoogeschäft eröffnen oder eine öffentliche Toilette, da müsste man nicht viel ändern….diese Wiederholung war Zeitverschwendung, da hätte man lieber Spendenaufrufe für Kinder in Not bringen können…so…jetzt bin ich meinen Ärger los..und Tschüss
Eingetragen/gepingt am 27.01.2009 um 14:15 Uhr
Das hier gezeigte Foto kann ich genauso wenig verorten wie die Aufregung über fremde Kneipen.
Eingetragen/gepingt am 28.01.2009 um 12:52 Uhr
Hanz, wenn du die Folge gesehen hättest, würdest du die Aufregung vielleicht verstehen. Die Kneipe war ein Drecksloch und das Gesundheitsamt hätte hier eigentlich nen Riegel vor die Tür schieben müssen – verdienter maßen. Wenn du persönlich in diese Geschichte involviert bist, würd ich mich freuen deine Seite zu lesen! Im TV kam der Laden definitiv nicht gut rüber!
Eingetragen/gepingt am 01.02.2009 um 21:08 Uhr
also ich komme nicht aus berlin oder dem umfeld des hier so runtergemachten personals. kenne aber von zig besuchen berlin und die “ach so hippe” simon-dach-str.
wie so richtig hier vorher beschrieben ist das conmux eine der ersten szenelokale dort gewesen und auch geblieben. das ist ihr reiz für das publikum das dieses lokal besucht.
ringherum viele hippe lokale, yuppieläden die sich in einem “angesagten” viertel platziert haben und die mit ihrer vermehrten existenz viel dazu beitragen, eben dieses viertel extrem zu verändern.
hiergegen gibt es eine mittlerweile breite gegenbewegung, von politischen initiativen (motto holt euch euren kiez zurück) und anwohnern (deren mieten steigen, weil durch IN-lokale, IN-geschäfte, werbeagenturen, eigentums-wohnungen diese in die höhe schnellen). So wird das thema gentrification dort sehr thematisiert und dagegen gearbeitet.
friedrichshain ist ein kiez mit bewohnern mit schmalen geldbeutel, vielen hausbesetzern, vielen sehr politischen studenten, das macht ihn aus.
seltsam das solche viertel (hamburg, schanzenviertel gibt es ähnliche bestrebungen und einsatz vieler dagegen) immer wieder yuppies und selbsternannte “szenegastronomen” reizen, ihr geld mit dem flair eines solchen kiezes machen wollen und sich dann wundern das sie probleme bekommen.
natürlich hat sich bestimmt das conmux beworben, einfach aus dem grund das teile der renovierungesarbeiten und geräte von der produktion “rach- der restauranttester” übernommen werden.
und natürlich hat das sendeformat das sonst nur klassische restaurants mit schwierigkeiten im prgramm hat, mit diesem “exoten” auch eine interessante facette im format.
hier prallen welten aufeinander, ein rach der einen CHEF sucht, kann diesen in einem betrieb mit kollektivstruktur nicht finden, einer der die leute antreibt und “klassische strukturen” (wie es so schön heißt) schaffen will, scheitert an menschen die diese als betreiber und personal hinterfragen.
an menschen die einen szeneladen betreiben und in ihm arbeiten, weil hier die möglichkeiten gegeben sind in einem kapitalistischen system in einer nische zu arbeiten und dies GEMEINSAM.
also ab einem gewissen zeitpunkt waren, nach meiner einschätzung, die menschen nicht mehr bereit, sich den für sie nicht passenden tips, herangehensweisen und vorstellungen von rach und co. unhinterfragt unterzuordnen, sondern haben deutlich gezeigt, was sie von einer solchen “szeneunkenntnis” über das lokal, des kiezes, über das verhältnis zwischen den menschen die dort arbeiten, halten und haben das deutlich gemacht.
(motto, das wird hier nicht der x-te yuppieladen)
deutlicher als beim “überraschungsbesuch” von rach mit fernsehteam am ende, wo er als fremdkörper wahrgenommen wurde, geht es wohl nicht.
das finde ich sehr sympathisch und deshalb bin ich ( und mit mir viele menschen) gerne in solchen lokalen und würde immer gerne in einem solchen kiez wohnen.
das dies für die meiste sich hier auslassenden kommentatoren unverständlich ist, ist mir klar. aber die brauchen auch nicht solche lokale aufzusuchen und sind auch in einem solchen kiez nicht sehr willkommen.
schließlich gibt es genug läden, lokale usw. wo sich diese kommentatoren als gäste oder lokalbetreiber wohlfühlen können, da muß man die wenigen “biotope” nicht auch noch mit einem schicki-micki einheitsbrei überziehen.
Eingetragen/gepingt am 02.02.2009 um 22:48 Uhr
@berti brömmer, Szene ist gut aber bitte kein Keim!!
Natürlich sind solche Lokale mal was anderes und man hält sich gern darin auf, aber es gibt einen Unterschied zwischen Marketging/Produkt und Ekel. Also nehmen wir mal an das Conmux vermarktet sich selbst als leichtes, entspanntes bürgerlich zeitliches Szenelokal. Ein bisschen ranzig , nach außen nicht zu „prollig“, keine abgehobene Preisklasse, kein super schick. Aber irgendwie immer im Trend und dennoch zeitlos.
Das ist doch ein super Konzept. Damit lässt es sich doch als Inhaber super leben. Ein IN-Lokal eben.
Aber ganz ehrlich!!! Dieses Konzept gleich in die Arbeitsgewohnheiten und in die Küche reinzutragen ist doch eklig. Was spricht denn gegen eine saubere Küche. Der Style nach außen war echt mal gut , aber das dann so in der Küche vorzufinden ist mehr als abartig.
Eingetragen/gepingt am 03.02.2009 um 00:44 Uhr
hallo berti brömmer!
an deinem kommentar ist durchaus etwas dran … pathos, aber wer sich “rach, den RTL-restauranttester” ins lokal einlädt, sollte wissen, worauf er sich eingelassen hat. bedauerlicherweise werden wir wohl nie erfahren, was alles nicht gesendet wurde und wie die stimmung, der umgang, vor allem aber, was die hintergründe für das verhalten der missmutigen belegschaft waren, aber es lässt sich nicht abstreiten, dass das lokal ranzig und der inhaber stinkefaul waren.
dass das mögliche ursachen für weniger kundschaft gewesen sein könnten, liegt nahe. zumindest erscheinen mir stühle, an denen man sich den arsch aufreißt und gammelnde tische wenig einladend.
ob die gerichte nach rach-art und ein neuer herd nun DIE lösung waren, ist eine andere frage. arbeitgeber-arbeitnehmer-strukturen hin oder her, die “alternative” belegschaft hätte auch vor kreativität sprudeln können. wer weiß, ob sie das nicht sogar getan hat.
die reaktion auf den überraschungsbesuch war in der tat außerordentlich vielsagend, blieb bedauerlicherweise aber -sicher im interesse der sendung/des verantwortlichen- vollkommen unkommentiert.
wie dem auch sei, ich denke, dass der charme, auf den du hinweisen möchtest, eben nicht mit dem hier eher negativ konnotierten begriff “biotop” umschrieben werden sollte, sondern eher mit “gemütlichkeit” und diese ist in den wenigsten fällen durch feucht-dreckiges ambiente zu erreichen.
dennoch, für so reißerisch und einspurig ich die sendung auch halten mag, ich werde das gefühl nicht los, dass mit der bewerbung beim fernsehen lediglich eine gratis-renovierung mit anschließender gewinnbringender(er) übergabe an einen neuen besitzer bezweckt wurde. werbung für das lokal war die sendung jedenfalls nicht!
Eingetragen/gepingt am 04.02.2009 um 23:37 Uhr
Hallo zusammen
Ich bin absolut für sogenannte Szenen Beizen. Ich kenne dieser sehr gut aus der Schweiz. Ich persönlich finde auch das alte sollte erhalten bleiben. Diesen “Schicki Micki Schrott” braucht es nicht immer. Aber: Tatsache ist der Penner von Chef hatte finanzielle Probleme. Also läuft der Laden nicht. Punkt. Die Küche war zum Kotzen. Da frage ich mich wieso so was nicht geschlossen wird. Für alle Befürworter dieses Drecksloch würde ich mir mal überlegen, was Salmonellen sind. Soviel zum Thema Romantik und gute alte Zeit
Eingetragen/gepingt am 09.02.2009 um 22:34 Uhr
nur mal so als tipp, glaubt in solch einem format nicht jede drehbuchstory (kurz vor pleite). die werden aufgepeppt ,um den dreh flüssiger und vermittelbarer zu machen.
ebenso die mögliche extra überspitzung der küchensituation. da läuft im vorfeld oft so ab:
(…laßt doch mal viel rumstehen, das muß extra dreckig sein damit wir ein “gesicht” für den dreh bekommen, usw)
das sage ich als mensch aus der fernsehbranche.
und das sich die leute den gepflogenheiten des formats eines mainstream senders verweigert haben und sperrig blieben, war super.
geld abgezweigt von einer sendung die gemacht wird, um sendequote zu machen und damit werbeminuten zu verkaufen und sich selbst dabei nicht zu sehr “verkauft” ist eine prima sache.
respekt und grückwunsch, das ist die idee der “medialen kommunikationsguerilla” mal ganz praktisch.
Eingetragen/gepingt am 30.10.2009 um 03:36 Uhr
wenn ihr nur wüsstet, wieviel geld dieser laden für diese aktion bekommen hat. und wie oft einzelne szenen mit emotionsvorgabe (“schau genervt” usw) gedreht werden mussten. ihr glaubt doch wohl nicht wirklich, dass im fernsehen – entschuldigung, wir reden hier von RTL – die realität gezeigt wird. ich lach mich echt tot, wenn ich vergleiche, was tatsächlich so abgelaufen ist und wie das dargestellt wurde. und vor allem, wie unreflektiert das ganze ankommt. nun ja. das ist dann wohl eben so. am ende denkt auch noch jeder, dass die supernanny wirklich den familien hilft. ich schließe mich diesbezüglich meinem vorredner an. schön den dreck ausgenutzt und kohle abgesahnt. dufte. ach so. ich bin berliner und kenne das conmux. seit mehr als zehn jahren schon, wenn es interessiert. und irgendwie ist meine erfahrung nicht deckungsgleich mit der rach-folge. aber is ja auch egal. die meisten von euch werden sowieso nie den weg dorthin finden. und irgendwie finde ich das sogar gut.